Gewässer und Seen

Fünf Havelseen, Spuren des Rückzugs der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit, umschließen Neu Fahrland beinahe ganz.

Fahrlander See

Im Westen von Neu Fahrland erstreckt sich der Fahrlander See. Er weist eine annähernd rechteckige Form auf. An seiner Südseite trennt ihn ein künstlicher Damm, der nur einen schmalen Durchlass hat, vom Sacrow-Paretzer Kanal. Zu DDR-Zeiten war das Gewässer abgeschlossen und diente zeitweilig als Zuchtbecken für Glaskarpfen. Der Fahrlander See ist so flach, dass man an manchen Stellen stehen kann. Das macht ihn zu einem beliebten Revier für Surfer.

Weißer See

Im Südwesten von Neu Fahrland durchfließt der Sacrow-Paretzer Kanal den Weißen See. Früher sollen während der gesamten Sommerzeit viele Seerosen auf dem See geblüht haben. Möglicherweise rührt sein Name daher. Noch jetzt ist in einigen Nischen die Weiße Seerose anzutreffen.

Jungfernsee

Er begrenzt Neu Fahrland im Süden. Der Name weist auf das Benediktinerinnenkloster Spandau hin, dem der See einst gehörte. Der Jungfernsee wie auch der Weiße See sind Bestandteile der Bundeswasserstraße Sacrow-Paretzer Kanal.

Lehnitzsee

Zwischen dem Großen Horn und der Römerschanze mündet der Jungfernsee in den Lehnitzsee, dessen Ufer von hier aus bis zur Landzunge des Stinthorns die südöstliche Grenze Neu Fahrlands bildet. Es ist nicht bekannt, woher dessen Name stammt.

Krampnitzsee

An den Lehnitzsee schließt sich der Krampnitzsee an, benannt nach dem am nördlichen Ufer anschließenden, zum Ortsteil Fahrland gehörenden Weiler Krampnitz. Der Krampnitzsee bildet die nordöstliche Begrenzung Neu Fahrlands und endet gleichsam als „Sackgasse“.

Sacrow-Paretzer-Kanal

Er wurde 1874 als Abkürzung des Potsdamer Havelbogens angelegt. Benannt ist er nach den Endpunkten des Durchstichs, dem östlich von Neu Fahrland gelegenen Potsdamer Ortsteil Sacrow und dem zur Stadt Ketzin im Landkreis Havelland gehörenden Ort Paretz.

Der Sacrow-Paretzer Kanal bildet eine Teilstrecke der Bundeswasserstraße Untere Havel. Damit ist er Bestandteil des geplanten Ausbaus der Wasserstraßenverbindung Hannover-Magdeburg-Berlin ist (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17). Das Vorhaben ist bei Umweltgruppen umstritten, weil diese unter anderem befürchten, dass die Flusslandschaft der Havel und das Kulturerbe in Berlin und Potsdam gefährdet würden.

Stichkanal Ringstrasse

Zur Erschließung von Baugrundstücken im Bereich der heutigen Ringstraße wurde in den 1930er Jahren ein Stichkanal angelegt, der stehendes Grundwasser ableitete und zugleich den an ihn grenzenden Parzellen einen Wasserzugang zum Fahrlander See gewährte. Da der Wasserstand des Fahrlander Sees sinkt und der Stichkanal nicht an ein anderes Gewässer anschließt, verlandet er zusehends. Seit 2009 ist die Ringstraße durch eine neu erbaute Fußgängerbrücke über den Stichkanal tatsächlich ein geschlossener Ring.